Pfarrkirche St. Johannes Baptist Delbrück

Die historische Kirche ist das Wahrzeichen von Delbrück. Ihr schiefer Kirchturm weist aus allen Richtungen schon von weitem den Weg in die Stadt. Er ist 65 Meter hoch und neigt sich zwei Meter nach Osten. 1180 wurde der erste Steinbau errichtet, 1400 kam der Turm dazu. Möglicherweise hat schon im 8. Jahrhundert eine Fachwerkkirche an dieser Stelle gestanden.

In früheren jahrhunderten war das Gotteshaus bei Unruhen Fluchtburg für die Bürger. Darum gab es nur eine Tür an der Südseite. Sie ist heute zugemauert.

Beim ersten Steinbau entstanden das heutige Mittelschiff und der Turm als zweijochige, eingewölbte, romanische Basilika mit gerade geschlossenem Chor und eingezogenem Turm. Um 1340 wurde das südliche Schiff durch ein gotisches Schiff in der Höhe des Mittelschiffs ersetzt. Dazu kam ein gotischer Choranbau, der romanische Chor war nun das dritte Joch. 1864 bis 1868 wurde auch das nördliche Schiff durch ein neugotisches ersetzt. Zugleich erfolgte am Südschiff die Erweiterung durch das westliche Joch. Seitdem steht der Turm im Baukörper der Hallenkirche. Nicht nur die Vereinigung verschiedener Baustile sondern auch die bemerkenswerte Ausstattung der Kirche hat Charakter.

Das 2008 komplett neu eindeckte Kirchenschiff vereint somit unter seinem Dach verschiedene Baustile und Architektur-Elemente. Nach der anschießenden, umfangreichen Renovierung, beeindruckt das historische Bauwerk durch lebendige Farben und ein künstlerisches Konzept, das stärker den Gedanken der Passion bestimmt. Die über 300-jährige Tradition der Kreuzverehrung findet hier ihren besonderen Ausdruck.

Pfarrkirche St. Johannes Baptist Delbrück

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