Naturschutzgebiet „Steinhorster Becken“

Das Steinhorster Becken gilt als der größte von Menschenhand geschaffene Biotop in Nordrhein-Westfalen. Hier finden heimische, aber auch viele durchziehende Wat- und Wasservögel störungsfreie Bereiche zum Brüten, Rasten oder zur Nahrungsaufnahme. Das Gebiet ist Teil des europäischen Vogelschutzgebietes "Rietberger Emsniederung mit Steinhorster Becken".
Ein breiter Ringgraben schützt die Kernzone des Naturschutzgebietes vor Störungen. Von der Deichkrone und einem Beobachtungsturm im nördlichen Bereich kann die Natur- und Tierwelt per Fernglas oder Fernrohr gut beobachtet werden.

Geschichte des Steinhorster Beckens
In den Siebzigern wurde zum Schutz vor Hochwasser für die Städte Rietberg und Rheda-Wiedenbrück an der oberen Ems bei Steinhorst ein Rückhaltebecken angelegt. Das Land NRW kaufte den zentralen ca. 80 Hektar umfassenden Stauraum und gestaltete ihn zu einem Wasservogelreservat. Seit 1990 besteht dort ein Mosaik aus Flachwasserflächen, Inseln und Feuchtgrünland zu beiden Seiten der Ems. Fischfressende Vogelarten wie Reiher, Kormoran, verschiedene Taucher und Säger finden in diesem Gebiet einen reich gedeckten Tisch und Schnepfenvögel nutzen die Flachwasserzonen und Schlammbänke zur Nahrungssuche.
Neben der Vogelwelt hat auch die Artenvielfalt der Libellen und Amphibien im Laufe der Jahre deutlich zugenommen. Darüber hinaus haben sich seltene auf Feuchtgebiete spezialisierte Pflanzenarten eingestellt.

Naturschutzgebiet „Steinhorster Becken“

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